Projektvolumen: 200.000 Euro
Finanzierung: Spenden
Partner: Palästinensischer Roter Halbmond
Zielgruppe: Bevölkerung im Gazastreifen und im Westjordanland
Geleistete Nothilfe des Palästinensischen Roten Halbmonds
Infolge der Kampfhandlungen wurde ein Drittel der Bevölkerung des Gazastreifens, 500.000 Menschen, aus ihren Wohnungen vertrieben, weitere Wohnungen wurden vollkommen zerstört. Der Palästinensische Rote Halbmond (PRH) konnte bereits ab Beginn der Auseinandersetzungen Mitte Juni 2014 Soforthilfe leisten. Insgesamt wurden mehr als 1.000 Mitarbeitende des PRH und 700 Freiwillige mobilisiert. Um das Leid zu lindern versorgten PRH-Helfer sowie 350 Freiwillige des medizinischen Notfalldienstes Kranke und Verletzte. Dabei kümmerten sich Psychologen um die vielen seelischen Wunden der Frauen, Männer und Kinder.Schwerpunkt: medizinische Ausstattung und Medikamente
Da während der Auseinandersetzungen 17 von 32 bestehenden Krankenhäusern im Gazastreifen zerstört sowie sechs geschlossen wurden, war die medizinische Versorgung stark eingeschränkt. Auch hier reagierte der PRH, insbesondere mit der Beschaffung und Verteilung von medizinischen Geräten, Medikamenten sowie Zelten. Mit der Unterstützung des DRK konnten somit Krankenhäuser und Erste Hilfe Zentren mit dem Notwendigsten ausgestattet und funktionsfähig gemacht werden. Die Hilfe zielte insbesondere darauf ab, mittel- und langfristige Gesundheitsrisiken der betroffenen Bevölkerung zu reduzieren, z.B. werdende Mütter zu betreuen und die medizinische Grundversorgung zu verbessern. Insgesamt wurden annährend 10.000 Menschen in den PRH Krankenhäusern von Al-Quds und Al-Amal medizinisch versorgt. Für den Notfalldienst im Gazastreifen und der Westbank wurden 18 Rettungswagen beschafft. So konnten die Helfer während des Konfliktes in diesen Gebieten rund 8.800 Menschen behandeln. Der PRH arbeitete jedoch unter schwersten Bedingungen: Zwei Freiwillige wurden während ihres Einsatzes getötet, 46 Mitarbeiter verletzt sowie vier medizinische Einrichtungen und 32 Krankenwagen beschädigt. Die Unterstützung des DRK leistete einen Beitrag zur Wiederherstellung der elementaren Existenzgrundlage der betroffenen Menschen und wurde eng mit dem PRH, den anderen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz abgestimmt. Soforthilfe ergänzt die langfristige Hilfe des DRK Neben der Soforthilfe arbeitet das DRK im Gazastreifen und im Westjordanland seit Jahren im Bereich der gemeindebasierten Katastrophenvorsorge. Im Rahmen von <link http: www.drk.de weltweit nahost palaestina-katastrophenvorsorge.html>zwei Projekten werden die ausgewählten Gemeinden gezielt auf verschiedene Katastrophenszenarien vorbereitet, um die Auswirkungen von Katastrophen zu mindern und die Betroffenen zu stärken. Der Start eines dritten Projektes im Bereich der gemeindebasierten Katastrophenvorsorge in weiteren Gemeinden der Bezirke Ostjerusalem und Salfit ist für Oktober 2015 geplant. Das Deutsche Rote Kreuz ist dringend auf Spenden angewiesen:Spendenkonto: IBAN DE 63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Internationale Soforthilfe