Im Südosten Ruandas an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo ist das Ruandische Rote Kreuz (RRK) im Einsatz, um Verletzte und Obdachlose nach dem Erdbeben vom Sonntag zu versorgen.
Das Beben der Stärke sechs auf der Richterskala und kleinere Nachbeben forderten bisher an die 40 Menschenleben. Etwa 400 Menschen wurden verletzt. Drei Kirchen und eine Moschee stürzten ein, ein Krankenhaus wurde schwer beschädigt.Die Helfer des ruandischen Roten Kreuzes haben einen Lastwagen mit Hilfsgütern aus einem Katatrophenschutzlager auf den Weg in die betroffenen Regionen an den Großen Seen geschickt. Er soll die Krankenhäuser mit Desinfektionsmitteln und Schmerztabletten, mit Verbandsmaterial und Leichensäcken versorgen. Außerdem sieht das RRK eine Verteilung von Decken, Schlafmatten, Plastikplanen u. ä. an diejenigen vor, die ihre Häuser verloren haben."Die Zusammenarbeit mit den Rotkreuz-Partner vor Ort funktioniert gut," sagt Ulrich Wagner, Leiter des Länderbüros für Ruanda und Burundi des Deutschen Roten Kreuzes in Kigali. "Wir wissen bisher allerdings noch nicht, welche Schäden es auf der Insel Nkombo, in der Nähe des Epizentrums im Kivu-See gibt". Das Gebiet der Großen Seen gehört zu den stark erdbebengefährdeten Regionen des Planeten. Dort am "Großen Afrikanischen Grabenbruch" fordern Erdbeben immer wieder Menschenleben in dem dicht besiedelten Land. Die Deutsche Regierung unterstützt die Operation in Ruanda mit 50.000 EUR. Sie finanzieren Haushaltsgegenstände, die an die Betroffenen verteilt werden. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!