DRK-Präsident Seiters zur Verkürzung des Zivildienstes

Zur Ankündigung von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, den Wehrdienst und damit auch den Zivildienst ab 1. Oktober 2010 zu verkürzen, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters:

„Wir sind über die Pläne der Bundesregierung, den Wehrdienst und damit auch den Zivildienst schon ab Oktober dieses Jahres auf sechs Monate zu verkürzen, überaus besorgt. In der kurzen Zeit ist es uns unmöglich, einen Ersatz für die Leistungen zu schaffen, mit denen Zivildienstleistenden den sozialen Angeboten des DRKs eine besondere Qualität hinzufügen. Die von uns betreuten Menschen dürfen unter der Umstellung nicht leiden. Wir brauchen mehr Zeit und eine entsprechende Förderung, um einen Ausgleich durch Freiwilligendienste zu organisieren. Wir müssen den Zivildienst inhaltlich und organisatorisch umstrukturieren. Wir fordern außerdem, dass die Bundesregierung eine unkomplizierte, freiwillige Verlängerung der Zivildienstzeit ermöglicht und finanziert. Befremdlich für das Deutsche Rote Kreuz ist auch, dass die Ankündigung einer vorgezogenen Wehrdienst- und Zivildienstverkürzung ohne jegliche Kontaktaufnahme mit den Wohlfahrtsverbänden erfolgte, die jetzt vor großen Problemen stehen." Das Positionspapier des Deutschen Roten Kreuzes zur Verkürzung des Zivildienstes finden Sie <media 7401 _blank>hier</media>.
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